01. November 2022

Wo ist das Wasser geblieben? NABU fordert neue Gewässerunterhaltungsverordnung

Der Klimawandel hat den Wasserhaushalt bereits jetzt in allen erdenklichen Bereichen verändert. Die Wasservorräte erneuern sich zukünftig unregelmäßiger und werden für die Wasserbewirtschaftung schwerer oder gar nicht mehr nutzbar. Viele Bäche und Teiche sind in 2022 trockengefallen. Das hat auch das Artensterben noch mal deutlich gesteigert. Von den im „Niedersächsischen Weg“ vorgesehen Maßnahmen an den Flüssen und Gräben ist bis heute in unserem Landkreis wenig bis nichts zu sehen. 

Der NABU-Kreisverband Nienburg fordert schon seit vielen Jahren konzeptionelle Maßnahmen, die der längeren Wasserhaltung in allen Gewässerstrukturen bis hin zur Grundwasserneubildung dienlich sind. 


Foto: Einseitig geräumter 2m tiefer Entwässerungsgraben ohne Wasserstand, sowie ein Sauganschluss zur Wasserentnahme für eine Beregnung der landwirtschaftlichen Produktionsfläche. © NABU

Der auf dem Foto abgebildete Entwässerungsgraben hat in 2022 noch kein Wasser geführt. Trotzdem wurde eine Sohlräumung und eine einseitige Böschungspflege vorgenommen. Das bewirkt ein schnelles Abfließen des Wassers nach Regenfällen. Besser wäre es gewesen durch Aufgabe der Sohlräumung hier eine Sohlanhebung zu erreichen, um das Wasser in der Fläche zu halten. Das spart Kosten und verringert eine oftmals erforderliche Beregnung im Hochsommer.  Des Weiteren wird damit auch das Grundwasser geschont und die Biodiversität am Entwässerungsgraben erhöht. Versickerung von Dränwasser bei gleichzeitiger Aufhebung von Entwässerungsgräben, die zu tief und mehrere Jahre kein Wasser geführt haben, ist eine weitere kostengünstige Variante, um das Wasser zu halten. Weitere Maßnahmen könnten sein: Sohlanhebungen mechanisch als Sofortmaßnahme im Vorfluter, kompletter Rückbau von Entwässerungsgräben die ganzjährig ohne Wasserstand sind, intelligente regelbare Drainagen, Rückbau von Bach- und Flussbegradigungen, regelbare Grabenentwässerung, ökologisch belassene Uferbereiche und Randstreifen, Gewässereinengung und Einsetzen von Strömungslenkern , sowie eine moderne Beregnungstechnik in der Landwirtschaft durch den Einsatz bodennaher Kleindüsen oder einer Tropfbewässerung. Jedoch ziehen sich die Unterhaltungsverbände und Anrainer von Gewässern im Landkreis Nienburg immer wieder auf eine längst veraltete Unterhaltungsverordnung des Landkreises Nienburg zurück, die den heutigen Ansprüchen nicht im Geringsten mehr gerecht wird. Mehrfach haben der NABU und andere Naturschutzverbände auf eine den klimatischen und ökologischen Verhältnissen angepasste Neufassung der Verordnung gedrängt. Bisher leider ohne Erfolg. Auch die Politik, die teilweise unsere Forderungen unterstützt, wird nur hingehalten.

Es ist zwingend erforderlich Sofortmaßnahmen zu ergreifen, die zur längeren Wasserhaltung führen. Die Liste der Maßnahmen ist lang – nun müssen zeitnah Taten folgen. Der Klimawandel lässt uns keine Zeit zum Umdenken!

14. September 2022

Schilderwald – einmal anders
NAJU-Gruppe setzt sich für Stadtbäume ein

Ich baue deinen Sauerstoff“ oder „Ich bin älter als du“. Wer sich derzeit durch Nienburgs Lindenallee „Wilhelmstraße“ zwischen dem Bahnhof und dem Goetheplatz bewegt, dem könnten Schilder mit Aussagen dieser Art bereits aufgefallen sein.

Mit der Aktion möchten die Mitglieder der Naturschutzjugend des NABU Nienburg (NAJU Nienburg) die Bäume stärker ins Bewusstsein rücken. „Wir wollen zum Nachdenken anregen“, erklärt Benjamin Thijsen, Leiter der NAJU- Gruppe, „und bewusst auf die Leistungen, die ein Baum vollbringt, hinweisen“. In Absprache mit dem Bauhof Nienburg und den Mitmachenden des Projekts Blühende Wilhelmstraße, brachten die NAJUs insgesamt 19 selbst gestaltete und gefertigte Schilder übermannshoch an einigen der 99 Linden an.

In Nienburg sind Bäume ein bekannter Teil des Stadtbildes. Sie sind einfach da und so alltäglich, dass sie oftmals gar nicht bewusst wahrgenommen werden. Dass ein Baum bei der Photosynthese Kohlendioxid aufnimmt und Sauerstoff abgibt, ist weitgehend bekannt. Allein damit sind Bäume bzw. Pflanzen grundlegend für unser Fortbestehen wichtig. Darüber hinaus nehmen Bäume aber auch Schadstoffe auf und neutralisieren diese. Bäume bieten Lebensraum und Nahrung für viele Säugetiere, Vögel, Insekten und Pilze. Aber auch ganz selbstverständliche Eigenschaften fördern unser Wohlbefinden. Eine gesunde Blätterkrone wirft Schatten, bricht Schall und kühlt Luft. Aus vielen Baumarten lassen sich Stoffe gewinnen, die in der Medizin Anwendung finden. „Die kleinen roten Knospen einer Linde zu zerkauen, lindert Halskratzen“ weiß Greta von den NAJUs zu berichten – aus eigener Erfahrung.

Zuspruch findet die Aktion auch bei Frau Dr. Laux, die das Projekt der Blühenden Wilhelmstraße ins Leben gerufen hat. „Mich freut, dass hier so viele junge Leute aktiv mitwirken und am Naturschutz interessiert sind“. Im Rahmen des Projekts werden die Baumscheiben der Linden bepflanzt und gepflegt:

Aufschriften wie „Auch ich habe Durst“ und „Auch ich kann krank werden“ zeigen hingegen die andere Seite der Welt der Bäume. Es sollen nicht nur die positiven Auswirkungen von Bäumen thematisiert werden, sondern auch, was ihnen schadet. Zu viele Schadstoffe und zu wenig Wasser sind Umstände, die einem Baum zusetzen können. „Bäume sind wichtig für uns alle, ein zentraler Baustein unseres Ökosystem und ein Lebewesen, welches wir als schützenswert erachten müssen“ erläutert Thijsen, „zumal es in Nienburg noch keine klare Regelung gibt, die den Schutz und Erhalt unserer Stadtbäume sichert“.

25. Juli 2022

Tag der offenen Tür beim NABU Nienburg

Der NABU-Nienburg lädt alle naturinteressierten Mitmenschen zum Tag der offenen Tür in seine Geschäftsstelle nach Schessinghausen ein. Startschuss ist am 21.08.2022 um 14:00 Uhr. Bis 18:00 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm, gespickt mit Aktionen und einigen Leckereien. An zahlreichen Ständen informieren die Naturfreunde über Mauersegler, Sumpfschildkröten, Insekten, Gärten und viele weitere Themen. Auch die Naturschutzjugend NAJU stellt sich vor, sowie das beliebte Familienprogramm des NABU-Nienburg. Kaffee und Kuchen runden den Spätsommertag wohlschmeckend ab. Was ist ein Gewölle? Dieser und weiterer Fragen können Klein und Groß beim Quiz mit einem Laufzettel nachgehen, sich so spielerisch durch die Infostände hangeln und dabei spannende Fakten über Eulen, Sumpfschildkröten und Co. lernen. Unter allen Teilnehmenden werden am Ende tolle Preise vergeben. „Nach den von Corona geprägten letzten Jahren freuen wir uns ganz besonders auf das diesjährige Zusammenkommen“, berichtet Jens Rösler, 1. Vorsitzender des NABU-Nienburg. „Egal ob Groß oder Klein, NABU-Mitglied oder kein Mitglied, bei uns sind alle naturbegeisterten Menschen herzlich willkommen“, ermuntert Rösler alle Interessierten am Tag der offenen Tür vorbeizuschauen.

13. Juli 2022

Vogel des Jahres 2022: Der Wiedehopf – ein romantischer Punk

Der Wiedehopf, der Vogel des Jahres: Wer ihn je sah, ob hierzulande oder beim Mallorca-Urlaub, wird weder Anblick noch Gesang so schnell vergessen. Stephan Börnecke, Journalist und Autor, Hobby-Ornithologe und Vogelberinger, stellte den wegen seines Erscheinungsbildes gerne mal als „Punk“ bezeichneten Insektenfresser am vergangenen Mittwochabend im Naturfreundehaus Nienburg bei einer Veranstaltung des Naturschutzbunds NABU in Bild und Ton vor.

Zu den Erkennungsmerkmalen dieses in Deutschland als gefährdet eingestuften Vogels, der größenmäßig mit Amsel oder Buntspecht vergleichbar ist, zählen neben der schwarz-weißen Musterung des ansonsten beige- bis rotbraunen Federkleids der etwa fünf Zentimeter lange Schnabel – und natürlich die auffällige Federhaube. Die Kappe entfaltet er vor allem während der Landung und bei der Balz zu einem imposanten Gebilde. Bei der Wahl seiner Partnerin überlässt der Wiedehopf nichts dem Zufall. Neben dem üblichen Imponiergehabe und dem lauten, unverkennbaren Ruf, dem er auch seinen wissenschaftlichen Namen (Upupa epops) und die volkstümlichen Bezeichnungen wie „Huppup“ oder „Wuppwupp“ verdankt, versucht er die Auserkorene mit einer Art Brautgeschenk von sich zu überzeugen. Es handelt sich allerdings um eine rein saisonale Partnerschaft, und im folgenden Frühjahr muss das Männchen erneut auf Brautschau gehen. Als Höhlen- und Nischenbrüter findet man Wiedehopfpaare vor allem in Baumhöhlen und Nischen von Steinmauern. Gerne übernimmt er aufgegebene Spechthöhlen. Auf seinem Speiseplan stehen vor allem Insekten, darunter bevorzugt Maulwurfsgrillen und andere Heuschrecken. Aber auch Larven von Kerbtieren, Spinnen oder sogar kleine Eidechsen verspeist er oder verfüttert sie an den Nachwuchs. Die Brutsaison dauert etwa von Mitte April bis Juni/Juli, und bereits im September machen sich die Langstreckenzieher wieder auf den Weg in den wärmeren Süden. Gerade auf dem Zug kann man ihn gut beobachten, denn er hält sich mitunter in hiesigen Gärten oder den Mooren mehrere Tage auf. Generell bevorzugt der Wiedehopf wärmere Gefilde und ist deshalb in Deutschland vor allem an Mittel- und Oberrhein sowie in Brandenburg und Sachsen-Anhalt häufiger anzutreffen. Niedersachsen gilt ihm häufig nur als Durchzugs- und Rastgebiet, da hier immer mehr natürliche Lebensräume wie Heidelandschaften, Streuobstwiesen und extensive Weiden verloren gingen. Auch die extensive Landwirtschaft mit intensivem Einsatz von Chemikalien und Pestiziden führte dazu, dass der Insektenfresser in Deutschland als gefährdet eingestuft werden muss.


Der Wiedehopf, (c) NABU/CEWE/Thomas Hinsche

Seitdem in den 70er und 80er Jahren ein Bestandstiefpunkt erreicht war, erholte sich der Bestand langsam, aber kontinuierlich, und inzwischen zählt man in Deutschland wieder rund 900 Brutpaare. Vermutlich ist der Wiedehopf wie andere Vögel, darunter Schwarzkehlchen oder Bienenfresser, ein Profiteur des Klimawandels. Der Blick auf eine Karte des europäischen Verbreitungsgebiets zeigt für den Wiedehopf eine auffällige Lücke: Während er im benachbarten Frankreich flächendeckend verbreitet ist und auch im Osten, etwa in Polen, öfter vorkommt, bleibt Deutschland über weite Regionen ohne Wiedehopf, darunter eben auch Niedersachsen, wo es nur rund drei Dutzend Brutpaare gibt. Um diese Lücke zu schließen, könnte und sollte noch einiges geleistet werden: Anlage oder der Erhalt von Streuobstwiesen, kurzrasigen Wiesen und Weiden sowie Heiden helfen genauso wie der Verzicht auf Pestizide. Denn nur so gibt es ausreichend Insekten, die dem Wiedehopf als Nahrungsgrundlage dienen. Hinzukommt der Erhalt alter, durchaus auch abgestorbener Bäume sowie die Bewahrung von Steinmauern, denn dort findet er Höhlen und Nischen zum Nisten – damit sich auch zukünftige Generationen an diesem sympathischen Punk unter den Vögeln erfreuen können.

17. Juni 2022

Flugkünstler danken NABU Nienburg
Der Kreisverband Informiert mit Infotafeln über das Mauersegler-Schutzprojekt

Ein Leben (fast) nur im Flug. Mauersegler schlafen, fressen und sammeln sogar ihr spärliches Nistmaterial im Flug. Die Vögel nisten sehr standorttreu, fliegen aber als Langstreckenzieher jedes Jahr ins ferne Südafrika, um dort die Winterzeit zu verbringen. Anfang Mai verkünden die schnellen Flieger mit ihren markant schrillen Rufen ihre Rückkehr. Dann brauchen sie für ein paar Wochen einen geschützten Ort, um ihre Jungen aufzuziehen.

Doch geeignete Nistmöglichkeiten schwinden zunehmend. Um dem entgegenzuwirken startete der NABU-Nienburg bereits 2017 das Mauersegler-Schutzprojekt.
In Kooperation mit dem Landkreis Nienburg schuf der NABU damit die Möglichkeit Mauerseglervorkommen mit Nisthilfen aktiv zu unterstützen. Mit überwältigender Resonanz – bereits 2018 wurde daher ein Folgeantrag für das Projekt gestellt, in dem auch Fledermausquartiere berücksichtigt wurden. Obwohl das Projekt noch bis Ende dieses Jahres läuft, wurden bereits alle 700 Mauerseglerkästen kostenfrei vergeben. Denn finanziert wurde das Projekt mit insgesamt 41.000 Euro von der Unteren Naturschutzbehörde, aus Ersatzgeldzahlungen.
Die speziellen Nisthilfen für Mauersegler wurden an geeignete Plätze an Privathäuser, Schulen, Trafotürme, Kirchen und Werkshallen verteilt und montiert. Alle Projektteilnehmenden verpflichteten sich, dass die Kästen für mindestens sieben Jahre montiert bleiben, allein ein Dokument war nötig um den Verbleib der Kästen und spätere Erfolge dokumentieren zu können.

Siegrid Tank-Bodermann vom NABU-Nienburg ist über die sich bereits abzeichnenden Erfolge erfreut. „Alle Gebäudebrüter wie der Mauersegler sind auf Nischen und Spalten in Gebäuden angewiesen. Werden diese Niststätten bei Sanierungen oder Abriss nicht berücksichtigt, gehen sie verloren“, erklärt die Naturschützerin. „Umso mehr freuen wir uns, dass in jeder neuen Saison nach und nach Meldungen über Mauerseglerneuansiedlungen eintreffen.“ Tank-Bodermann ist Initiatorin des Projekts und leitet die AG-Mauersegler. Die ehrenamtlich Aktive vermittelt nicht nur die Nisthilfen, auch die Kartierung von natürlichen Niststätten und Beratungstätigkeiten fallen in das umfangreiche Aufgabenspektrum. „Die Arbeit ist aufwendig und trifft nicht immer auf Zuspruch“, weiß die NABU-Aktive zu berichten. „Ein Hinweis auf Niststätten von Gebäudebrütern, die zum Teil vor der Vernichtung durch bauliche Maßnahmen stehen, wird auch mal als Kritik oder Einmischung verstanden.“ Durch intensive Beratung von Architekten und Bauherren bzgl. Idealer Plätze für den Einbau von Nisthilfen in Neubauten oder bei Sanierungsvorhaben, sind am Ende aber meist alle zufrieden. „Wir möchten in der Zusammenarbeit mit externen Unternehmen und Privatpersonen nicht nur fordern, sondern vor allem fördern und unterstützen“, erklärt Tank-Bodermann.
Auch Klaus Gänsslen, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, ist mit den vorläufigen Ergebnissen zufrieden: „Hier wird eine wertvolle und zeitintensive Arbeit für den Schutz von Gebäudebrütern geleistet. Diese ehrenamtliche Arbeit des NABU wird mit dem weiter zunehmenden Druck, Wärmedämmungen anbringen zu müssen, die zum Verlust vieler Nistnieschen führen, an Bedeutung zunehmen“, unterstreicht er die naturschutzfachliche Bedeutung des Projekts.


Die Projektbeteiligten: Klaus Gänsslen (Landkreis Nienburg), Siegrid Tank-Bodermann, Benjamin Thijsen (beide NABU Nienburg) (c) NABU Nienburg

Unterstützung erfährt Tank-Bodermann durch NABU-Aktive und den Projektteilnehmern selbst, z.B. bei der Montage der Nisthilfen, die oft in luftiger Höhe von statten geht. In ihrer eigenen Mauerseglerkolonie fanden 2021 etliche verwaiste Jungtiere aus der Wildtier-Auffangstation Sachsenhagen ein neues Zuhause.

Alle Info-Tafeln, die über das Mauersegler-Schutzprojekt und die Tiere selbst informieren, wurden an ausgewählte Standorte, an denen Bruterfolge zu verbuchen waren, verteilt. „Damit möchten wir Mauerseglern zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Ihre unscheinbaren Brutstätten sind oft nur schwer zu entdecken, mitunter weil sie so rasant und direkt angeflogen werden“, berichtet Benjamin Thijsen vom NABU-Nienburg. „Aktuell ist der Mauersegler in Deutschland zwar nicht gefährdet, die schwindenden Brutplätze setzen ihm und anderen Gebäudebrütern jedoch zunehmend zu und wir können mit dem notwendigen Bewusstsein sowie relativ geringem Aufwand alle einen Beitrag zum Bestanderhalt leisten“, ermuntert der Naturschützer alle Mitmenschen sich mit diesen besonderen Flugkünstlern zu beschäftigen.


Mauersegler-Plakette. (c) NABU Nienburg

 

Mai 2022

Neuer NABU-Vorstand im Amt
NABU Nienburg hielt Jahreshauptversammlung ab

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des NABU-Kreisverbandes Nienburg/Weser e.V. standen neben den üblichen Tagesordnungspunkten die Vorstandswahlen im Mittelpunkt.

Zu Beginn der Versammlung dankte der 1. Vorsitzende, Jens Rösler, ganz besonders den aktiven Mitgliedern für ihre wichtigen und uneigennützigen Beiträge, für das harmonische Vereinsleben und ihren Einsatz zum Erhalt unserer heimischen Natur, auch in der Pandemiezeit.

Der NABU-Vorstand nimmt leider weiterhin wahr, dass die Verwirklichung der Naturschutzziele von Jahr zu Jahr stetig erschwert wird und immer mehr Freizeit in Anspruch nimmt. Die Betreuung oder Aufnahme von neuen Projekten war aber Dank vieler engagierter Mitglieder, wenn auch wegen der Coronapandemie nur eingeschränkt, trotzdem möglich.

Der NABU Nienburg war in der Vergangenheit und ganz besonders in der Zeit des ersten Lockdowns in 2020, ein gefragter Gesprächspartner. Fast alle gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen sind bereit, mit dem NABU über die Ziele und Anliegen zu diskutieren oder suchten eigenständig das Gespräch.

Es geht darum, eine lebenswerte Umwelt für uns und unsere Nachkommen zu erhalten. Dafür will der NABU Nienburg weiter arbeiten und wenn nötig auch streiten. Für Mensch und Natur!

Für die nicht mehr für den Vorstand kandidierenden Danièle Duske und Klaus Hellmund wurde Emma Wittich als neue Jugendwartin und Udo Hauer als Schriftführer in den NABU-Vorstand gewählt. Spontan entschied sich Manfred Schank zur Kandidatur auf den seit 2019 nicht mehr besetzten Posten des Pressewartes und wurde in den Vorstand gewählt. Die anderen Vorstandsmitglieder (Jens Rösler, Dr. Anja Thijsen, Bernhard Schiewe), wurden einstimmig in Ihren Ämtern bestätigt.

Als Kassenprüfer wurden Benjamin Thijsen und Cord Fehsenfeld neu gewählt, die im nächsten Jahr die Finanzen prüfen werden.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im NABU wurden Familie Kästner und in Abwesenheit Familie Heynen mit einer Urkunde geehrt. Auf 40 Jahre Mitgliedschaft können Dieter Wittneben und Klaus Ziegler zurückblicken, die für ihre Treue neben einer Urkunde auch eine Anstecknadel erhielten. Für die besonderen Verdienste im Namen des NABU wurde Klaus Hellmund von Dr. Nick Büscher, dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden des NABU Landesverbandes Niedersachsen mit der Silbernen Ehrennadel des NABU ausgezeichnet. Auch Jens Rösler erhielt diese Ehrung während des Lockdowns allerdings bereits in 2021, die ihm leider zum damaligen Zeitpunkt nur in kleinem Rahmen überreicht werden konnte. So wurde die Laudatio nun von Dr. Anja Thijsen und Dr. Nick Büscher, im würdigen Rahmen nachgeholt.

Foto: Der neue Vorstand des NABU Kreisverband Nienburg/Weser e.V. © NABU Ni
Von links: Dr. Anja Thijsen (2. Vorsitzende), Udo Hauer (Schriftführer), Emma Wittich (Jugendwartin), Jens Rösler (1. Vorsitzender), Manfred Schank (Pressewart), Bernhard Schiewe (Kassenwart)