NABU Nienburg Projekte Liebenauer Kiesgruben

Liebenauer Kiesgruben

Großprojekt des NABU Nienburg

Stand: 13.11.2015

NSG Schild Liebenauer Gruben

Der Nienburger Kreistag beschließt einstimmig am 19.10.2012 die Ausweisung der Liebenauer Kiesgruben als Naturschutzgebiet! Am 20.12.2012 ist die Verordnung rechtsgültig in Kraft getreten!

Liebenauer Kiesgruben - Großprojekt des NABU Nienburg

Liebenauer Kiesgruben - Lebensrauminseln für viele gefährdete Tiere und Pflanzen

Seit 1969 wird östlich von Liebenau und südöstlich der Ortschaft Binnen im Landkreis Nienburg/Weser auf ca. 100 Hektar Kies abgebaut. Dieser Abbau ist seit Ende 2008 beendet. In weiten Teilen ist das Gebiet bereits rekultiviert worden.

Seit Beginn der Abbautätigkeiten bis heute wird das Gebiet hinsichtlich der dort vorkommenden Avifauna intensiv vom NABU Nienburg ehrenamtlich betreut. Sämtliche dort festgestellten Vogelarten wurden von Mitgliedern des NABU Nienburg (früher Ornithologischer Arbeitskreis Nienburg) dokumentiert.

Bereits seit einigen Jahren ist uns bewusst, dass dieses Gebiet außergewöhnlich hohe Bestände von bedrohten Brut- und Gast-/Rastvögeln aufweist.

Die gesamten Wasserflächen sind vom Landkreis Nienburg bzw. dem niedersächsischen Umweltministerium aufgrund des Nahrungsgebietes der Teichfledermaus als Schutzgebiet nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat Richtline (FFH Gebiet) der EU gemeldet worden.

Unser Antrag auf Sicherung des Gebietes und Ausweisung als Naturschutzgebiet wurde 2006 vom Landkreis Nienburg abgelehnt.

Ein Teil der Auskiesungsgewässer ist direkt an die Weser angeschlossen und wird daher regelmäßig überschwemmt. Dadurch haben sich an den Ufern der sich malerisch in die Landschaft schmiegenden Seen sogar wieder natürliche Auwaldgesellschaften angesiedelt – die seltenste Landschaftsform überhaupt.

Liebenauer Kiesgruben


Genau dieses reiche Angebot an verschiedenen Lebensräumen macht die Liebenauer Kiesgruben zu dem, was sie sind: eine Arche Noah für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. So haben Experten nicht nur 281 (!) Pflanzenarten in und an den Kiesgruben gezählt, von denen elf wie z. B. die Schwanenblume oder der Blutrote Storchenschnabel laut der Roten Liste Niedersachsens als gefährdet gelten. Insgesamt haben dort auch 58 brütende und 120 rastende Vogelarten Zuflucht gefunden, darunter so seltene Arten wie der Wachtelkönig oder die Flussseeschwalbe.


Jetzt haben wir die einmalige Chance, die gesamten Kiesgruben zu erwerben
!

73,7 Hektar der Liebenauer Kiesgruben sind in NABU-Hand übergegangen. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages für das dritte Flächenpaket erfolgte am 16. Juni 2011 in Nienburg. Dies gelang uns nur dank der Unterstützung der NABU Stiftung Nationales Naturerbe, der Niedersächsischen Lottostiftung BINGO und vieler Einzelspender! Insgesamt sollen ca. 140 Hektar der abwechslungsreichen Landschaft an den NABU übergehen. Um die übrigen ca. 70 Hektar dieser besonderen Gewässerlandschaft kaufen und als Naturparadies erhalten zu können, sind wir jedoch auch weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen!

In den Liebenauer Kiesgruben haben sich Graugänse zur Rast niedergelassen

<Steckbrief Liebenauer Gruben>  

 

Für den Erwerb der Liebenauer Kiesgruben hat der NABU Nienburg ein zweckgebundenes Spendenkonto eröffnet. Wir freuen uns auf Ihre Überweisung auf das Konto Nr. 29 62 85 bei der Sparkasse Nienburg BLZ 256 501 06 und danken bereits jetzt für Ihre Unterstützung. Alle Spenden sind natürlich steuerlich absetzbar. Bitte Ihre Adresse auf der Überweisung mit angeben, wenn Sie am Jahresende eine Spendenbescheinigung benötigen. Diese geht Ihnen dann unaufgefordert zu.

Im Reich des Wachtelkönigs
31.01.2012 sendete der NDR die Dokumentation "NaturNah - Im Reich des Wachtelkönigs" über Wachtelkönige an den Liebenauer Kiesgruben.

 

Die Liebenauer Gruben im Netz:
NABU-Stiftung Nationales Naturerbe
Wikipedia
NLWKN

 



Hier einige Infos zum aktuellen Stand im Gebiet (13.11.2015)

 

Beschilderung

Schutzgebietsschild

Jugendfeuerwehr Nienburg fährt zum Einsatzort

Fleißige Helfer beim Entkusseln der Insel

Ein Filmteam bei den Dreharbeiten im Gebiet

Aufbau der Eisvogelnisthilfe

NABU Mitglieder beim Tümpelbau

Entkusselung der Brachfläche 

Fischadler
Fischadlerhorst (2ad mit 3juv.)                                          Foto: (c) NABU NI

 Beobachtungsturm


von links: Ing. Kühling (Baubetreuung), S. Fröhlich (UNB), K. Gänsslen (UNB), J. Rösler (NABU), C. Pohl (Rhein-Umschlag); Foto: (c) NABU  

Fischadler im Horst, Apr. 2013
Fischadler im Horst. Foto: (c) NABU NI, H. Maertins




 

Blauflüglige Ödlandschrecke (Foto: Ahrens)
Blauflüglige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens), Foto: NABU / Ahrens


NABU Landschaftspflege 

Frühjahr 2014:
Die Fischadler sind wieder eingetroffen und die Renaturierung der Wasserflächen schreitet zügig voran.

Renaturieung der Wasserflächen

Neue mit Kies bedeckte Inseln

Neue Inseln sind enstanden

Fischadler
Fischadler im Horst, 1ad. und 2 juv.                     Foto: (c) NABU NI, H.-J. Meier

Fischadler flügge
Zwei flügge Jungadler im Horst.                    Foto: (c) NABU NI, J. Rösler

Pflegeeinsatz Wachtelkönigbiotop
Pflege mit "Großgerät": Das Wachtelkönigbiotop wird gemäß Management-Plan, im September gemulcht. 

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